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Klinik für Neurologische und Geriatrische Rehabilitation

PETÖ - damit der Alltag besser zu bewältigen ist

Die sogenannte "Konduktive Förderung nach Petö" ist eine Therapieform die in Deutschland noch relativ wenig bekannt ist. Sie wurde Anfang der 50er Jahre von dem ungarischen Neurologen Andras Petö, dessen Vater an Morbus Parkinson litt, entwickelt.

Bad Griesbach, im Herbst 2018. - Die sogenannte "Konduktive Förderung nach Petö" ist in Deutschland zwar relativ wenig bekannt. Im KWA Stift Rottal gehört sie jedoch schon seit gut 20 Jahren zum breit gefächerten Spektrum von Rehabilitation. Insbesondere Kinder und Jugendliche mit spastischen Lähmungen sprechen gut darauf an. Warum das so ist, wird klar, wenn man weiß, was Petö ist.

Petö wurde Anfang der 1950er Jahre vom ungarischen Neurologen Andras Petö entwickelt. Sein Vater litt an Morbus Parkinson, brauchte eine ganz besondere Behandlung. Der Neurologe führte dazu erstmals therapeutische Konzepte unterschiedlicher Behandlungsmethoden als ganzheitliche Therapie zusammen; Petö enthält Elemente der Krankengymnastik, der Ergotherapie, der Neuropsychologie und der Logopädie. Ein wesentliches Merkmal ist jedoch, dass die Therapeuten (sog. Konduktoren), die Petö anwenden, hochspezialisiert sind. Neben einem Universitätsstudium als Pädagogen haben sie zusätzlich eine breite therapeutische Ausbildung speziell für Patienten mit Bewegungsstörungen und spastischen Lähmungen. Als „Konduktoren“ führen sie die Therapiebausteine zusammen und lassen sich bei der Behandlung ganz auf die Persönlichkeit des Patienten und seine individuelle Behinderung ein. Dabei geht es eben nicht nur um die Förderung der Motorik, sondern auch um die Förderung der sozialen und sprachlichen Kompetenzen sowie der emotionalen und kognitiven Fähigkeiten.

Das übergeordnete Ziel von Petö ist, dem Patienten eine maximale Unabhängigkeit von Hilfsmitteln und von Unterstützung durch andere zu ermöglichen, sodass – je nach dem Grad der Behinderung – eine weitgehend selbstständige Lebensführung möglich wird. Der Chefarzt der KWA Klinik Stift Rottal, Dr. Radu Crisan, betont: „Da wir hier in unserer Rehaklinik den Menschen immer in seiner Ganzheit betrachten, passt Petö sehr gut zu uns.“ Für welche Patienten Petö infrage kommt? Sowohl bei zerebralen Bewegungs- und Entwicklungsstörungen wie zum Beispiel der infantilen Zerebralparese als auch bei motorischen Entwicklungs- und Funktionsstörungen sowie bei allgemeinen Störungen des zentralen Nervensystems lassen sich mit Konduktiver Förderung nach Petö erkennbare Fortschritte erzielen. 

2009 entschied das Bundessozialgericht, dass Petö als notwendige Leistung der sozialen Rehabilitation in Betracht kommt und damit von der Eingliederungshilfe übernommen werden kann.

Autor: Michael Hisch
Erschienen in: Alterovum 3/2018

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