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Klinik für Neurologische und Geriatrische Rehabilitation

Therapien- B

Basale Stimulation

Sinneswahrnehmung, Körperorientierung und Kommunikationsfähigkeit

Basale Stimulation ist ein pädagogisch?/?therapeutisches und pflegerisches Konzept. Es unterstützt durch ganzheitliche, körperbezogene Kommunikation schwer beeinträchtigte Menschen und fördert ihre Wahrnehmungs-, Kommunikations-, und Bewegungsfähigkeiten. Hohe Relevanz hat die bewusste Gestaltung des Alltags, den die Betroffenen erleben. Aus dem Bemühen, ihre Perspektive einzunehmen, leiten sich wesentliche Anregungen des Konzeptes ab. 

Dabei setzt Basale Stimulation auf einfache Mittel wie beispielsweise auditive Angebote, vibratorische Anregungen und bewusste Berührungen im pflegerischen und therapeutischen Handeln. Ziel ist es zum einen, den eigenen Körper wahrzunehmen. Denn dies ist Voraussetzung, um einen Zugang zu Mitmenschen und der Umwelt aufbauen zu können. Nonverbale, basale Kommunikation ermöglicht Austausch zwischen Menschen – über die Grenzen von Behinderungen und Beeinträchtigungen hinweg. Zum anderen will Basale Stimulation die Gesundheit und das Wohlbefinden, die Partizipation und die Selbstbestimmung der beeinträchtigten Personen unterstützen. Häufig bedeutet das zunächst, eine sichere Orientierung in Bezug auf den eigenen Körper, die Mitmenschen und die dingliche Umgebung zu fördern bzw. zu erhalten. Denn das Orientierungsvermögen ist eine wichtige Voraussetzung, um einen Austausch mit Anderen und der Umwelt aufzubauen und zu pflegen.

Von Basaler Stimulation profitieren Menschen, die in ihrer Wahrnehmung, Bewegung und/oder Kommunikation schwer beeinträchtigt sind, u. a.

  • desorientierte Personen
  • Menschen mit Demenz
  • Menschen nach einer Apoplexie
  • Menschen im Koma oder Wachkoma
  • Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schwerster Behinderung     
  • frühgeborene Kinder 

 
Ursprünglich wurde das Konzept von Professor Dr. Andreas Fröhlich für die Sonderpädagogik entwickelt und dort erfolgreich eingesetzt. Prof. Christel Bienstein erkannte sein Potenzial für die patientenorientierte Pflege und übertrug es in Zusammenarbeit mit Andreas Fröhlich auf diesen Bereich. Inzwischen ist Basale Stimulation in weiten Teilen Europas bekannt und anerkannt.

Basale Stimulation versteht sich heute:

  • als Angebot körperbezogenen, ganzheitlichen Lernens 
  • umfassende Entwicklungsanregung in sehr frühen Lebensphasen
  • Orientierung in unklaren Wahrnehmungs- , Kommunikations- und Bewegungssituationen
  • Stressreduzierung für Menschen in belastenden Grenzsituationen, z.B. in schweren gesundheitlichen Krisen
  • psychotherapeutisch orientierte Begleitung in schwierigen Wahrnehmungs- und Kommunikationsphasen

Elemente der Basalen Stimulation können auch in anderen Situationen für Menschen ohne wesentliche Beeinträchtigungen anregend, entspannend oder bereichernd sein. In diesen Fällen sollte man von „basal orientierter Anregung“ oder basal orientiertem Arbeiten sprechen.



Bobath-Konzept

Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage

Das Bobath-Konzept diente ursprünglich der Behandlung von erworbenen Bewegungsstörungen bei Jugendlichen und Erwachsenen. Es wurde deswegen der Begriff "Konzept" gewählt weil es sich ständig weiter entwickelt und immer neue Erkenntnisse dazu gewonnen werden.

Ziele des Bobath-Konzeptes:

  • Verbesserung der Behandlung erwachsener Patienten mit neurologischen Krankheitsbildern (Schlaganfall, Multiple Sklerose, frühkindlichen Hirnschäden, ALS, Polyneuropatien)
  • Optimierung aller vorhandenen Körperfunktionen, also das Anbahnen von normalen, physiologischen Bewegungen und Hemmen von pathologischen Bewegungsmustern.
  • Erlernen von Haltungskontrolle und Einzelbewegungen
  • Hinführen zu physiologischen Bewegungsmustern die nach der Therapie wieder selbständig abgerufen werden können, dazu zählen beispoelsweise selbständiges Gehen, Essen und Trinken, An- und Ausziehen.

Die Voraussetzung für die Behandlung ist die ärztliche Diagnose und die ergänzende physiotherapeutische Befunderhebung. In dieser Befunderhebung werden pathologischen Bewegungsmuster des Patienten mit der normalen, physiologischen Bewegung verglichen. Darauf bezogen wird eine alltagsbezogene und funktionelle Therapie erstellt. Um das Bobath-Konzept durchführen zu können, ist eine Weiterbildung mit Abschlussprüfung erforderlich, welche unsere Therapeuten besitzen.


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